Art & Wheels Basel: Hitze, Kunst und Töffs

Es war heiß. Verdammt heiß: Die Opening-Party anlässlich der Premiere der Art & Wheels Basel, hatte es in sich. Statt im Skatepark, musste aufgrund des miesen Wetters, das diesen Sommer ja irgendwie prägt, umdisponiert werden. Also ab in den Keller der Podium-Bar. Yo, Alter! Hier wurde es eng, laut und … heiß. Fucking hell! Aber die Stimmung war super und feucht-fröhlich … man fühlte sich ein bisschen wie auf einer Fete im Partykeller anno 1980 und ein Hauch Punkrock wehte durch die Luft. Und es gab das, was eine Biker-Party ausmacht: Bier, Mucke, Zigarettenqualm, Whisky. Passt! Natürlich darf bei einer ordentlichen Biker-Party auch eines nicht fehlen. Richtig: die Polizei. Denn aufgrund der Hitze im Partykeller zog es viele nach draußen. Das gefiel den Anwohnern nicht ganz so gut. Aber die Cops zeigten Verständnis und waren recht umgänglich. Alles easy.
Das Beste: Es hatten sich wirklich viele Custom-Verrückte aus allen Himmelsrichtungen auf den Weg zu den Eidgenossen gemacht. Ob aus Heidelberg (Chris von Chiko’s Pinstriping), dem Allgäu (Rainer von Son of a Gun), Frankfurt, Zürich,  Hamburg (Uwe Ehinger von Ehinger Kraftrad) und natürlich aus den USA. Dafür gebührt den Veranstaltern Mario, Lukas und Vinzenz schon mal Respekt!!!
Nach zu wenig Schlaf stand am anderen Tag die eigentliche Ausstellung auf dem Programm: Art & Wheels, klein aber fein. Der Unterschied zu einem herkömmlichen Biker-Event war auch hier deutlich: Statt bierseligem Abhängen und Burnout-Arien ging es in eine Galerie, dem Projektraum M54. Hier wurden 12 Motorräder gekonnt als Kunstobjekte inszeniert und gewürdigt. Darunter Bikes von CCCP, Hardnine Choppers, W&W, Le Beef und dem Urgestein der schwyzer Chopperszene: Moto Senn. We like! Für internationales Flair sorgten die Special Guests: Mr. Moon Eyes alias Shige Suganuma, die Szene-Fotografen Michael Lichter und Josh Kurpius, sowie Matt vom Dice Magazine, Scott Jones von Noise Cycles aus Kalifornien und Yaniv Evan von Powerplant Choppers, Los Angeles.
Aber natürlich haben wir uns auch und vor allem auf der Straße vor der Galerie umgeschaut. Und was da an feinen Bikes zu finden war, muss sich nicht verstecken. Im Gegenteil: Bedenkt man, das bei den Eidgenosssen die Bestimmungen noch schlimmer sind als bei unserem TÜV, ziehen wir den Helm und sagen: Chapeau!

Fazit: Ein echt schönes Event mit einer guten Mischung. Und zwar aus Bikes, Leute und Atmosphäre. Die Art & Wheels hat das Potential sich einen Ruf aufzubauen. Und wenn es 2016 genauso gut oder noch besser wird, wird man sie sicher bald in einer Riege mit dem Wheels & Waves oder anderen internationalen Events nennen. Wir sind kommendes Jahr auf jeden Fall wieder dabei.
Bis dahin, oder … Uf Wiederluege!

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